Was Demre eigentlich ausmacht
Rund 140 Kilometer westlich von Antalya, mitten an der lykischen Küste, liegt Demre — ein bodenständiges Kleinstädtchen, umgeben von einem Meer aus Gewächshäusern. Bekannter ist der Ort meist unter seinem antiken Namen Myra, denn der moderne Bezirk wurde direkt auf eine der sechs führenden Städte des antiken Lykischen Bundes gebaut. Wir sagen unseren Gästen immer dasselbe: Demre ist kein Hotelstrip, sondern Geschichte, Pilgertourismus und echtes mediterranes Kleinstadtleben — die weißen Foliengewächshäuser am Straßenrand sind kein Zufall, Demre liefert im Winter einen erheblichen Teil der Tomaten für die Türkei und Europa.
Myra: Felsengräber und ein römisches Theater
Eine kurze Taxifahrt vom Zentrum entfernt liegt die antike Stadt Myra, und der Anblick ist einzigartig an dieser Küste: Dutzende in den Fels gehauene lykische Gräber, deren Fassaden Holzhausfronten nachahmen, direkt oberhalb eines der größten und besterhaltenen römischen Theater Lykiens. Am schönsten fotografiert man die Grabfassaden im späten Nachmittagslicht; ein kurzer Aufstieg in die oberen Ränge des Theaters zeigt Bühnengebäude und Felsengräber gleichzeitig.
Nikolauskirche — warum Demre Pilger anzieht
Weltbekannt wurde Demre durch den heiligen Nikolaus, Bischof von Myra im 4. Jahrhundert und historisches Vorbild des heutigen "Weihnachtsmanns". Die Nikolauskirche mit restaurierten byzantinischen Mosaiken steht mitten im Zentrum und ist von jedem Hotel aus problemlos per Taxi erreichbar. Seine Gebeine wurden 1087 nach Bari in Italien überführt, doch die Kirche bleibt ein echter Wallfahrts- und Gedenkort, den vor allem Reisende aus Russland, der Ukraine und Osteuropa besuchen.
Andriake: der antike Hafen und das Museum
Etwa 5 Kilometer vom Zentrum, ebenfalls eine kurze Taxifahrt entfernt, liegt Andriake, der antike Hafen von Myra. Das gewaltige, unter Kaiser Hadrian errichtete Getreidespeicher-Gebäude wurde restauriert und beherbergt heute das Museum der lykischen Zivilisationen mit reicher Sammlung zu Seefahrt, Handel und Alltagsleben der Region. Direkt daneben, wo der Fluss Demre Çayı ins Meer mündet, liegt der Çayağzı-Strand — ruhig, wenig überlaufen und dank der Lagunenlandschaft auch bei Vogelbeobachtern beliebt.
Kaum ein Ort liegt näher an Kekova als Demre, was es zur natürlichen Basis für einen der schönsten Tagesausflüge der Küste macht. In 30 bis 40 Minuten Taxifahrt erreicht man die Fischerdörfer Üçağız oder Kaleköy (das antike Simena), von wo aus Boote zur versunkenen Stadt ablegen — durch Erdbeben teilweise im klaren Wasser versunkene antike Ruinen. Ein Abstecher zur kleinen Burg Simena auf dem Hügel über Kaleköy zum Sonnenuntergang gehört zu den schönsten Ergänzungen der Bootstour; wer sein Taxi auf den späten Nachmittag legt, sieht an einem Tag sowohl die versunkene Stadt als auch den Sonnenuntergang. Auch Kaş (rund 45 Minuten) und Finike (etwa 25-30 Minuten, bekannt für Orangenhaine und Marina) lassen sich bequem als Tagesausflug per Taxi erreichen; wer mehr Zeit hat, kann sogar das rund 1,5 Autostunden entfernte Patara mit seinem berühmten langen Sandstrand und der antiken Stadt in eine Tagestour einbauen.
Anreise ab Flughafen Antalya
Der praktikabelste Weg nach Demre führt über den Flughafen Antalya (AYT). Die Strecke beträgt rund 140 km, und die Fahrt entlang der Küstenstraße D400 über Kumluca dauert je nach Verkehr meist 2 bis 2,5 Stunden — ehrlich gesagt keine kurze Strecke, weshalb ein zuverlässiger Transfer gerade bei einer Nachtlandung wichtig ist: Wir verfolgen Ihren Flug, empfangen Sie mit Namensschild am Terminal und warten bei Verspätung ohne Aufpreis. Wir sind ein familiengeführtes Unternehmen aus Antalya und bringen Sie zum vorab vereinbarten Festpreis — ein bei der Buchung bestätigter Festpreis — direkt vom Terminal bis vor die Hoteltür, mit einem Fahrzeug passend zu Ihrem Gepäck. Brauchen Sie während des Aufenthalts ein Taxi nach Myra, zur Nikolauskirche, nach Andriake oder zu den Bootsanlegern von Kekova, erreichen Sie uns über dieselbe Nummer.
Mit dem Taxi in und um Demre unterwegs
Das Zentrum selbst ist klein und zu Fuß gut zu erkunden, doch Myra, Andriake und die Anleger von Kekova liegen jeweils einige Kilometer auseinander, und öffentliche Verkehrsmittel verkehren nur selten — die meisten Besucher nutzen daher Taxis, um diese Orte zu verbinden. Ob Einzeltransfer ab Hotel, tageweise gebuchtes Sightseeing-Taxi oder Rückfahrt zum Flughafen: Wir empfehlen, den Preis vorab zu bestätigen und die Fahrt per WhatsApp zu planen — in der Hochsaison kann es kurzfristig schwieriger sein, spontan ein Fahrzeug zu bekommen.
Beste Reisezeit und kulinarische Tipps: Am schönsten besucht man Myra am frühen Morgen, bevor die Reisebusse eintreffen — das Licht zu dieser Zeit zeigt die Details der Felsengräber ohnehin am besten. Da Demre tiefer und geschützter liegt als viele Küstenorte, lohnt sich ein Besuch sogar im Winter; Anfang Dezember, rund um den Gedenktag des heiligen Nikolaus, finden im Umfeld der Kirche kleine Erinnerungsveranstaltungen statt, die besonders für orthodoxe Besucher Bedeutung haben. In den Fischrestaurants rund um Çayağzı empfehlen wir den Fang des Tages, und in der Saison unbedingt die lokalen Vorspeisen mit den berühmten Tomaten der Region — schließlich ist Demre eines der größten Gewächshausgebiete der Türkei.